E R N Ä H R U NG

Für das Jahr 2020 habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie es mit meinem Blog weitergehen soll. Ebenso habe ich mir einige Ziele für dieses Jahr gesetzt. Da bin ich auf die Idee gekommen, Monat für Monat ein anderes Thema zu behandeln.

Für das Thema „Ernährung“ hab ich mir gleich 2 Monate genommen.

Um kurz etwas zu meinem Hintergrund zu erklären: Ich war 4 Jahre lang Vegetarierin und habe dann im Jahr 2018 wieder begonnen etwas Fleisch zu essen. Ein Jahr später, 2019, hatte ich wieder das Gefühl, Fleisch tut mir einfach nicht gut. Da ich schon über eine längere Zeitspanne hinweg vegetarisch gelebt hatte, war es für mich nicht schwer, das Fleisch wieder aus meinem Speiseplan zu streichen. Als ich letztes Jahr meine Mutter verloren habe und später mit meinem Freund zusammengezogen bin (der Fleischesser ist), ging das Spiel von vorne los. Anfangs bereitete ich das Fleisch nur für ihn zu und später habe auch ich wieder hie und da Fleisch gegessen.

Warum? Ich sag’s wie es ist – aus Faulheit und Bequemlichkeit. Ich hatte sehr zu kämpfen mit dem Tod von meiner Mutter und redete mir ein, dass ich einfach nicht die Kraft hätte, mich auch noch mit meiner Ernährung zu befassen. Das ging monatelang so weiter, bis ich mir ganz klischeehaft neue Vorsätze für das Jahr 2020 festgelegt hatte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich das letzte Mal Hühnchen gegessen habe und mir dabei gedacht habe: „Ich esse hier ernsthaft die Haut und die Muskeln eines toten Tieres.“ Ich will hier niemanden angreifen, aber für mich war es einfach auf die Dauer ethisch nicht vertretbar, Fleisch zu konsumieren. Ich profitiere weder geschmacklich, noch gesundheitlich davon. Ganz im Gegenteil.

Da stellte ich mir persönlich die Frage – Mina, du machst Sport, du rauchst nicht, du versuchst auch auf die Umwelt zu achten, auch wenn es da durchaus Verbesserungsbedarf gibt, aber du isst Fleisch und tierische Produkte? Ist es dir deine Gesundheit nicht wert, dich intensiv mit deiner Ernährung auseinanderzusetzen?

Ich glaube, da machte es endlich „Klick“ bei mir, sodass ich für mich entschieden habe, nicht nur meine Ernährung umzustellen, sondern mir auch diverse Fakten zu diesem Thema einzuholen.

Der erste Schritt war, mir die Dokumentation „The Game Changers“ auf Netflix anzusehen. Durch den YouTube Channel „Vegan ist ungesund“, durfte ich auch einiges über vegane Ernährung lernen. Die Jungs präsentieren in ihren Videos sehr interessante Fakten und sind dabei gleichzeitig lustig und sympathisch. Ebenso kann ich den Dokumentarfilm „Cowspiracy“ empfehlen.

Ich habe hier ein paar Fakten für euch ausgesucht, die ich sehr interessant und erwähnenswert finde.

  • Verarbeitetes Fleisch ist laut der WHO kanzerogen.
  • Multiresistente Keime steigen immer mehr und mehr an, dies wird durch die prophylaktische Antibiotikagabe an die Tiere in der Massentierhaltung, extrem begünstigt.
  • Vitamin B 12 ist nicht in Tieren enthalten, sondern in der Erde. Es wird den Tieren ebenso in Form von Tabletten zugegeben, damit wir es dann über das Fleisch zu uns nehmen zu können.
  • 80% des weltweiten Sojaanbaus wird fürs Futter für die Massentierhaltung verwendet.
  • Die steigenden Viehbestände erzeugen mehr Treibhausgase als der gesamte Transportsektor. Somit produziert die Fleisch- und Milchindustrie mehr Treibhausgase als alle Autos, Laster, Züge, Schiffe und Flugzeuge zusammen.
  • Kühe und andere Nutztiere erzeugen in ihren Verdauungsprozessen bedeutende Mengen an Methan. Dieses Methangas ist 68 mal schädlicher als das CO2 der Fahrzeuge. 
  • Eier sind Teil der Menstruation der Hühner. Normalerweise hat ein Huhn einmal im Monat ihre Menstruation und würde somit auch nur 1 Ei legen. Die Hühner in der Massentierhaltung legen aber 300 Eier im Jahr.
  • 1 Ei hat 275 mg Cholesterin, dies entspricht der Maximaldosis pro Tag.
  • Für die Herstellung eines Burgers wird eine so hohe Wassermenge verbraucht, die ein durchschnittlicher Mensch sonst beim Duschen innerhalb von 3 Monaten verbrauchen würde.
  • In den USA wird 80 – 90 % des Wassers für die Landwirtschaft verwendet und lediglich 5% für die Haushalte.
  • 45% der gesamten Erdoberfläche wird von Tieren bedeckt.
  • 50% von dem angebauten Getreide wird für das Tierfutter verwendet.
  • 75% der gesamten Fischbestände sind bereits aufgebraucht.
  • Im Jahr 2048 werden die Meere leergefischt sein, wenn wir so weiter machen.

Gut, somit hatte ich genug Fakten gesammelt, weshalb es sich wirklich lohnt, auf eine vegane Ernährungsweise umzusteigen. Mir wurde bewusst, dass ich das nicht nur für mich tun muss und will, sondern auch für die armen Tiere und für unsere Mutter Erde. Denn NEIN, die Kuh produziert die Milch nicht sowieso und nein, ihre Euter platzen auch nicht, wenn wir Menschen sie nicht melken. Vielmehr wird die Kuh geschwängert, vom Kalb getrennt und dann von Maschinen gemolken und produziert nur deshalb die Milch, weil wir sie durch die ständige Melkerei dazu zwingen. Auch meine Bemühungen keine oder kaum Plastiktüten zu kaufen oder das Wasser im Bad abzudrehen, während ich es nicht brauche, hilft bei weitem nicht so viel, wie wenn ich meine Ernährung umstelle. Und das war mir bisher tatsächlich nicht bewusst. Überall liest man über das böse Fliegen, die bösen Dieselautos usw., aber nirgends steht, dass unsere Ernährung so viel bei dem Thema Klimawandel ausmacht.

Jetzt bleibt nur mehr die Frage, wie sich die Umsetzung gestaltet. Zuhause vegan zu essen ist relativ einfach, zumindest für Vegetarier, die vielleicht nicht jeden Tag Käse essen. Ich habe die Standartprodukte wie Jogurt und Milch sehr gut ersetzen können. Die Hafermilch von „Alnatura“ ist die kostengünstigste und leckerste Alternative für mich. Das ungesüßte Sojajogurt von „Alpro“ finde ich auch super. Damit mache ich alle möglichen Saucen, die ich sonst mit Jogurt oder Sauerrahm gemacht hätte. Was ich gerne dazu mische, wenn ich wirklich eine reine Knoblauchsauce zu Kartoffeln will, ist der „Lupinen Aufstrich“, den es beim Merkur zu kaufen gibt. Dieser ist zwar verhältnismäßig echt teuer, aber es lohnt sich und er kommt geschmacklich echt nahe an Frischkäse ran. Sahne ersetze ich mit „Hafercreme Cuisine“. Ja, hin und wieder gönne ich mir veganen Käse, aber dadurch, dass ich letztes Jahr aus irgendeinem Grund die Liebe zu Käse verloren habe, (Ich weiß, Schande über mich!) fällt mir der Verzicht auf Käse gar nicht schwer.

Ganz wichtig ist zu erwähnen, dass die Jungs von „Vegan ist ungesund“ eine extrem wichtige Message vermitteln, die ich vorher auch nicht ganz am Schirm hatte. Und zwar: Das Ganze ist ein Prozess. Das heißt, alleine die Tatsache, dass ich mich das ganze Monat mit dem Thema beschäftigt habe, ist ein Erfolg. Es geht hierbei nicht darum, von heute auf morgen 100% vegan zu leben und anschließend gleich mit Minimalismus und Nachhaltigkeit perfekt weiterzumachen. Nein, es geht darum, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Wir Menschen tendieren generell dazu, alles sofort haben/machen/umsetzen zu wollen und verurteilen alles andere gleich mal. Also mache ich einen Schritt nach dem anderen. Erst wird nur daheim vegan gegessen, das klappt bis jetzt ganz gut. Glücklicherweise haben meine Recherchen zu diesem Thema, auch meinen Freund dazu veranlasst, seine Ernährung zu hinterfragen und ihm schmeckt das vegane Essen bisher ganz gut, obwohl er früher mehrmals täglich Fleisch gegessen hat. Was auswärts essen angeht, gibt es in Wien natürlich viele Möglichkeiten, aber da bin ich noch am Probieren und Erforschen. Ja ich denke fürs Erste reicht es mit dem Thema Ernährung. Ich werde bestimmt mal ein Update darüber schreiben, vielleicht am Ende des Jahres, wie sich alles so entwickelt hat.

Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen. (Aristoteles)

in Liebe – M I N A

T R A U E R

„Die Zeit heilt alle Wunden“

Ein Satz, der in Bezug auf Trauer oft genannt wird. Was Trauer angeht, könnte ich euch viel erzählen. Aufgrund meiner Ausbildung, kenne ich die Theorie in Bezug auf Trauer nur zu gut, wie z.B. die Trauerphasen. Ebenso kenne ich auch ausreichend Menschen, die durch Trauer gehen.

Theorie oder Praxis, persönliche Erfahrung oder Berufliches, eines kann ich euch sagen – Trauer ist das individuellste und schmerzhafteste, was ich mir vorstellen kann. Nichts zeigt sich in so vielen verschiedenen Facetten wie Trauer. Sie betrifft jeden Menschen anders und durchläuft so viele verschiedene Phasen. Ist man der Trauernde, stellt sich hier oft eine Frage: „Hört es jemals auf so weh zu tun?“. Der Verstand spielt uns hierbei wie so oft einen Streich. Ich kann euch aus meinen persönlichen Erfahrungen berichten – ich habe meinen Vater an Krebs verloren, als ich 9 Jahre alt war. Damals war das für mich das Schlimmste, das ich je erlebt hatte. Ich war noch ein Kind, ich wusste gar nicht was passiert war. Ende 2018 ist meine Mutter an Krebs erkrankt. Es kamen so viele ungünstige Umstände zusammen und ich pflegte und begleitete meine Mutter bis zum Ende, dem 23. April 2019. Nun sitze ich da und trauere, immer und immer wieder. Ich fühle Schmerzen, wie ich sie noch nie in meinem Leben gefühlt habe. Meine Mutter sterben zu sehen, ist tatsächlich das Schlimmste, das ich je erlebt habe. So vieles hat sich seither verändert. So vieles ist anders geworden. Momente, an denen ich einfach unbeschwert glücklich sein kann, ohne diesen Schmerz im Hintergrund, sind für mich selten und unbezahlbar geworden. Menschen, die mir dennoch diese Momente ermöglichen, bedeuten mir alles. Meine Prioritäten haben sich komplett geändert. Bald ist es ein halbes Jahr her und es ist noch lange nicht vorbei. Ich trauere tagtäglich und ich kann nur eines sagen – es tut verdammt weh, aber ja, die Zeit macht es besser.

Damit das hier nicht nur ein Gedankenwirrwarr wird, habe ich meine wichtigsten Trauertipps für euch zusammengestellt:

  • R E D E – eines der wichtigsten Komponenten im Trauerprozess ist das Gespräch. Ob du dies im professionellen Rahmen in einer Therapie machst oder mit deinen Liebsten, bleibt ganz dir überlassen.
  • R I T U A L E – bilde deine Trauerrituale. Ein Punkt, der mir von meinem Arzt empfohlen wurde und mir sehr gut geholfen hat. Mein Ritual besteht meistens aus dem bewussten Ansehen von Fotos, die ich von der Zeit mit ihr noch habe, während ich meinen Emotionen freien Lauf lasse. Oft nehme ich mir auch ihre persönlichen Gegenstände zur Hand, die sie mir hinterlassen hat und weine, schreie, rede und lache dabei. Aber ich höre auch bewusst wieder damit auf. Mein Arzt hat mir empfohlen, mir einen Timer zu stellen. Das war allerdings nicht ganz etwas für mich, ich spüre meistens, wann ich genug habe und dann höre ich auf. Um mich wieder zu lösen, räume ich alles weg, schließe das Fotoalbum und versuche wieder zur Ruhe zu kommen. Ich atme durch und suche mir eine Tätigkeit, die ich echt gern mache und die mich ablenkt.
  • K O N T I N U I T Ä T – mache das was dir hilft kontinuierlich. Es wird dir wenig helfen, dich nur dann mit deinem Schmerz zu befassen, wenn du schon nicht mehr anders kannst. Sorge dafür, dass du dir regelmäßig Zeit nehmen kannst, um zu trauern.
  • A U S T A U S C H – aufpassen, hier meine ich kein Vergleichen, kein „Ach, es gibt Menschen, die haben viel Schlimmeres durchgemacht!“. Damit vermittelst du dir nur das Gefühl, dass dein Schmerz oder deine Gefühle nicht berechtigt sind. Mit Austausch meine ich offenes Reden mit anderen. Mit Menschen, die gleiches oder ähnliches durchgemacht haben oder mit Menschen, die dir nahe stehen. Menschen die älter sind. Die weisen Worte von jemandem mit viel Lebenserfahrung, sind oft goldwert. Das hilft dir, deine Strategien zu ergänzen, dir bewusst zu machen, dass deine Gefühle eine Berechtigung haben und es wird dir helfen, dich nicht deswegen schlecht zu fühlen.

Wenn dich die Trauer und der Schmerz überkommt, denk immer daran, bevor der Regenbogen erscheint, muss es vorher regnen!

in Liebe – M I N A

S CH N E L L L E B I G K E I T

  • „Ich muss nur schnell einkaufen“
  • „Ich mache noch schnell den Abwasch und dann treff ich mich noch mit Maria“
  • „Holst du schnell die Kleine von der Schule ab?“
  • „Würdest du ganz kurz…?“

Wie oft hören wir solche Sätze in unserem Alltag? Sei es in der Arbeit, privat in der Familie, von Freunden oder vom Partner. Ständig haben wir unsere To-Do-Liste im Kopf und arbeiten auf etwas hin. Auf das Wochenende, den Urlaub oder auf die freien Tage. Ständig haben wir schon die nächste Aufgabe im Kopf. Dabei vergessen wir, im Hier und Jetzt zu sein und das was wir haben wertzuschätzen!
Einerseits denken wir: „Wir haben noch so viel vor uns und noch so viel Zeit.“ und andererseits, sind wir uns unserer Sterblichkeit vielleicht doch nicht ganz bewusst.
Denk mal nach – Dir ist bestimmt bewusst, dass du irgendwann mal sterben wirst, aber es ist noch so weit weg für dich.

Deswegen rufst du deine Tante nicht an. Darum redest du mit deiner Mutter oder deinen Vater oft wochenlang nichts, denn du hast ja noch Zeit. Deshalb fängst du nicht heute schon mit dem Sport an, oder du wechselst deinen Job noch nicht, denn du hast ja noch Zeit. Ganz dramatisch ausgedrückt muss ich sagen, dass jeden Morgen tausende von Menschen nicht mehr aufwachen. Menschen in deiner Umgebung sterben an diversen Sachen.
Doch wir verschieben bestimmte Dinge von Tag zu Tag, ohne uns bewusst zu sein, dass uns dabei womöglich die Zeit davonläuft.

Bezüglich dieses Themas, versuche ich zwei wichtige Elemente in meinen Alltag einzubauen.

Das eine ist das B E W U S S T S E I N. Das heißt, ich versuche in meinem stressigen Alltag, mir bewusst die Zeit zu nehmen um etwas runterzukommen. Beispielsweise, wenn ich einen 12-Stunden-Dienst habe, versuche ich zwischendurch meine Augen für ein paar Sekunden zu schließen und B E W U S S T durchzuatmen und mich zu sammeln. In meiner Mittagspause, schließe ich die Tür und koche mir eine Kleinigkeit. Danach versuche ich mein Essen zu genießen und mich nicht stören zu lassen. Es hat eine eindeutig positive Auswirkung auf mein Wohlbefinden, wenn ich mir im Alltag bewusst die Zeit nehme, um etwas durchzuatmen. Dabei entspannende Musik zu hören, hilft mir auch ganz gut.

Das Zweite ist P L A N U N G. Ich bin und war immer schon ein großer Planungsmensch. Ich liebe es, alles niederzuschreiben und mir schriftlich vor Augen zu führen. In meinem Beruf als Krankenschwester, ist es auch Gang und Gebe, den Dienstplan Monate im Voraus zu planen. Dazu verwende ich einen klassischen Kalender, denn damit komme ich am besten zurecht. Die letzten Jahre verwendete ich dafür den Filofax.

Von nun an jedoch, verwende ich das Journal von der Youtuberin Diana zur Löwen und ich L I E B E es. Das Journal lässt mir bei der Gestaltung so viel Freiraum und das ist perfekt für mich.

Also versuche auch du mal, dir jeden Tag B E W U S S T die Zeit zu nehmen um zur Ruhe zu kommen und dankbar für das L E B E N zu sein.
Versuche Entscheidungen bezüglich Beziehung oder Freundschaft bewusst zu treffen und vielleicht ist auch Planung etwas für dich.

Zeit ist etwas wertvolles, ein unbezahlbares Geschenk an deine Mitmenschen. Gehe Achtsam damit um, wem du dieses Geschenk machst.

— in Liebe M I N A